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Entwicklung der Ereignisse 2011 bis 2016

Entwicklung der Ereignisse 2011:

Die Supermächte beziehen Stellung im eskalierenden Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten. China und der Iran unterzeichnen ein Öl- und Waffenhandelsabkommen, wodurch den schiitischen Kräften ein schier endloses Arsenal von Waffen zur Verfügung steht, inklusive der geheimen chinesischen Nukleartechnologie. Auf der Gegenseite bewaffnen die Westmächte die Saudis und ihre sunnitischen Stellvertreter, um gegen den Iran und die von ihm unterstützten Schiiten zu bestehen. Durch den Zufluss fortschrittlicher militärischer Bewaffnung vergrößert sich das Ausmaß des Krieges: Nun kommt es nicht mehr nur zu konventionellen Boden- und Luftkampfeinsätzen, es werden auch High-Tech-Waffen gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt.

Massiver weltweiter Konjunkturrückgang. Die politischen Entwicklungen im Nahen Osten, versiegende Ölquellen, wiederholte Epidemien und der Verfall der Umwelt sorgen für gesteigerte Inflation und Wirtschaftskrisen auf der ganzen Welt. In den Ländern der Zweiten Welt, mit instabilerer Wirtschaftslage und größerer Bevölkerungsdichte, allen voran China und Russland, kommt es daher zu erheblichen, teils gewalttätigen politischen Unruhen und groß angelegten Aufständen gegen die Regierungen. In diesen Ländern tritt insgeheim dauerhaft das Kriegsrecht in Kraft. In großen Teilen der Dritten Welt, insbesondere in Afrika, zerfallen ganze Nationen und ein neues Zeitalter der Anarchie bricht an. Es kommt zu Hungersnöten in extremen, noch nie zuvor gesehenen Ausmaßen. In anderen Landern hingegen, vor allem in Südafrika, floriert die Bevölkerung aufgrund einer stabilen Mikroökonomie.


Entwicklung der Ereignisse 2013:

Der Krieg zwischen dem Iran und Saudi-Arabien weitet sich auf die ganze Region aus und mündet im offenen Kampf. Kleinere Nationen des Nahen Ostens, z. B. Syrien, Libanon oder Jordanien, fallen auseinander, Anarchie breitet sich aus. Die Truppen der Saudis und des Irans treffen auf und über dem Persischen Golf aufeinander und kämpfen auch in den gesetzlosen Wüsten des östlichen Iraks gegeneinander. Die US-Truppen in diesem Gebiet können sich nur in ihre Stützpunkte zurückziehen, um weiterhin die Ölversorgung zu sichern.

In vielen Teilen sorgen massive Klimaveränderungen für ein Ende der bekannten Jahreszeiten, die Ökosysteme werden über die Maße belastet. Ernten bleiben aus, Nahrungsvorräte schwinden, es kommt zum Massensterben unter den von der Ernte abhängigen Bevölkerungen. In Afrika verhungern Menschen in einem für die Weltgeschichte bis dato einmaligem Ausmaß, ganze Volksstämme verschwinden, Nationen zerfallen und die Anarchie breitet sich aus. Der Rest der Welt ist entsetzt.

Reporter enthüllen, dass Israel insgeheim beide Seiten des sunnitisch-schiitischen Krieges mit Waffen versorgt hat. Der internationale Aufschrei ist überwältigend, vor allem im Iran und in Saudi-Arabien. Beide Länder rächen sich mit konventionellen Angriffen und Guerilla-Einsätzen an Israel. Israel schlägt letztlich gegen all seine Nachbarn zurück, der finale Akt, der die gesamte Region im blutigen Krieg versinken lässt.

Pakistan löst sich nach der Ermordung seines Diktators durch islamistische Kämpfer in Chaos und Stammesherrschaften auf. Nur die Hauptstadt und einige strategische städtische Gebiete bleiben unter 'Regierungs'-Kontrolle, meist mit Unterstützung seitens der USA, der NATO und Indiens. Die NATO verstärkt ihre Stützpunkte in Afghanistan und die US-Truppen unterstützen die verbliebenen Truppen der pakistanischen Regierung.

US-Energiekonzerne unterzeichnen einen langfristigen Vertrag mit Turkmenistan, um ausgewählte Ölreserven entlang des Kaspischen Meers nutzen und das geförderte Öl über eine neue Pipeline durch die besetzten Länder Afghanistan und Pakistan ausführen zu dürfen.


Entwicklung der Ereignisse 2014:

Die Welt ist schockiert angesichts des nuklearen Krieges zwischen Israel, Saudi-Arabien und Iran, dem große Teile der Region zum Opfer fallen. Bedeutende Städte und große Flächen einst bewohnten Landes werden zu radioaktiven Todeszonen. Der Zivilisation bleiben nur wenige Ruckzugsmöglichkeiten, das restliche Gebiet dazwischen ist wildes Niemandsland. In einigen weit entfernten und gut gesicherten Ölfeldern, hauptsachlich in den besetzten Teilen des Irans, des Iraks und der saudi-arabischen Wüste, wird weiterhin unregelmäßig Öl gefördert.

Die ohnehin schon geringe Ölförderung im Nahen Osten sinkt noch weiter. Die in durch die Rezession angeschlagenen industriellen Wirtschaftssysteme der Welt, die bis dahin noch immer versuchten, ihre Stabilitat in der Nach-Öl-Zeit wiederzufinden, fallen in eine ausgewachsene Depression, wie die Welt sie seit den 1930er Jahren nicht mehr gesehen hat.

Die globale Erwarmung lasst den Meeresspiegel spurbar ansteigen. Die Küstenbevölkerungen in Europa, Nordamerika und China wandern nach und nach ins Inland ab. In den Entwicklungsländern kommen Millionen von Menschen in der Flut ums Leben, weil es fur sie keine Rückzugsmöglichkeiten gibt. Am härtesten trifft es Bangladesch, wo Menschen in deutlich zweistelliger Millionenzahl in Überschwemmungen ertrinken oder ihr Leben in außerplanmaßigen Monsunen verlieren. Chinesische Truppen aus Myanmar rücken in das Land ein, um die Ordnung wiederherzustellen, geraten aber in Konflikte mit indischen Truppen, die dasselbe Ziel verfolgen. Beide Seite ziehen sich schlielilich zurück, schließen ihre Grenzen und lassen der sich entwickelnden Tragodie freien Lauf.

Ein lange andauemder, langsamer Integrationsprozess, der 1992 mit dem Nordamerikanischen Freihandelsabkommen begann und 2009 mit der Einführung einer gemeinsamen nordamerikanischen Währung fortgesetzt wurde, fuhrt zur Entstehung der Nordamerikanischen Freien Union, kurz NAFU, einem nordamerikanischen Handelsbündnis im Stile der EU. Dazu gehoren Kanada, die USA und Teile Mexikos. Von diesem Zeitpunkt an lösen sich die Bündnisse und Allianzen der einzelnen Staaten und Provinzen des Kontinents immer mehr von den nationalen Interessen, die sie einst vereinten, und verfolgen gewöhnlichere regionale Interessen.


Entwicklung der Ereignisse 2015:

Die Wirtschaftskrise und Kriegsangst führt allerorts zu Bürgerunruhen von einem Ausmaß, wie man es bis dato in Europa und Nordamerika noch nicht kannte. Das Kriegsrecht, das die Ordnung wiederherstellen sollte, hebt die Prinzipien der Demokratie auf und führt zur Missachtung der Bürgerrechte.

Die nordamerikanischen Truppen beginnen, aus südamerikanischen Häfen auslaufende, ausländische Öltanker zu kapern und sorgen so für offene Feindseligkeiten zwischen den beiden Kontinenten. Von südamerikanischen Geheimdiensten ausgeführte Racheaktionen auf nordamerikanischem Gebiet dienen der NAFU als Vorwand für eine Invasion. Ihre Truppen versuchen, sich wichtige Positionen innerhalb Venezuelas zu sichern und führende Mitglieder des südamerikanischen Regimes auszuschalten. Die Verteidigungs- und Spionagekräfte des Bundes, ausgerüstet mit modernen Waffen aus chinesischer Fertigung, vereiteln die Übergriffe und fügen den nordamerikanischen Angreifern schwere Verluste zu. Die nordamerikanische Führung rächt sich mit einer Reihe kleinerer, strategischer Angriffe auf wichtige südamerikanische Ziele. In Mittelamerika, genau zwischen den beiden Blöcken, wird eine militarisierte Zone eingerichtet und befestigt.

Zwischen China und Indien kommt es zu ein paar kleineren Gefechten, ebenso treffen die US-amerikanischen und die chinesischen Truppen ein paar Mal an der Grenze zwischen China und Pakistan/Afghanistan aufeinander. Die Spannungen zwischen Indien und China treiben Indien schließlich in eine Allianz mit den USA, um so eine gemeinsame Front gegen die wachsende chinesische Bedrohung in dieser Region zu bilden.

Petrochemische Einkünfte aus den kaspischen Ölquellen bringen den mittelasiatischen Republiken Kasachstan, Turkmenistan, Tadschikistan und Usbekistan den Beinamen 'Neuer Naher Osten' ein. Mit ihrem wirtschaftlichen Aufschwung erhalten sie auch mehr Bedeutung in der Weltgemeinschaft. Einige dieser Länder, zum Beispiel Kasachstan, nutzen den neuen Wohlstand zur Industrialisierung. Eine Reihe von Diktatoren und scheindemokratischen Regimen spielen wiederholt die Mächte des 21. Jahrhunderts - EU, USA, die Russische Föderation und die Volksrepublik China - zum eigenen Wohle gegeneinander aus.

Russland und China sowie einige kleinere Staaten der Region bilden die Rotstern-Allianz, ein Bündnis für gemeinsame militärische Operationen unter einer einheitlichen Kommandostruktur. Das Bündnis umfasst auch Abkommen zur gemeinsamen Nutzung von Technologien und Energiereserven.


Entwicklung der Ereignisse 2016:

Die meisten Supermächte haben allen Schein der Demokratie über Bord geworfen und sind ganz zu Militär- bzw. Polizeistaaten geworden. Nur noch wenige geographisch isolierte Länder, wie etwa Neuseeland, Australien oder Island, sind noch tatsächlich frei und lebenswert.

Durch gelockerte Handelsbeschränkungen, Schuldenerlasse und hohe Wirtschaftsprämien versucht die UN, bedeutende Märkte wieder aufleben zu lassen, doch der Versuch scheitert und die Weltwirtschaft stürzt noch tiefer in die Krise.

Die USA nehmen ein strategisches Raketenabwehrsystem in Betrieb, durch das ganz Nordamerika unverwundbar wird gegenüber strategischen Lang- und Mittelstreckenwaffen. Sämtliche Zeichen militärischer Aggression seitens der Rotstern-Allianz gehen unmittelbar zurück, vor allem in Mittelasien, da das US-amerikanische Atomwaftenarsenal nun als Trumpfkarte und der Abschreckung dient.

Fortwährend brechen Pandemien über die Erde herein und verlangen Opfer in dreistelliger Millionenhöhe. Seuchen wie Tuberkulose, Grippe, Cholera oder Typhus, die in den Industrienationen schon seit hundert Jahren nicht mehr aufgetreten sind, brechen in äußerst tödlichen Wellen wieder aus. Medizinische Fortschritte und eine groß angelegte Seuchenkontrolle ermöglichen es, dieser Ausbrüche Herr zu werden und sie einzudämmen, doch die Verluste sind extrem hoch.

Die NATO-Mitgliedsstaaten sowie Afghanistan, Pakistan und Indien gründen die Westkoalition (WK), scheinbar als Bollwerk gegen die wachsende chinesische Rotstern-Bedrohung; in erster Linie jedoch, um gegenseitige Energiereserven und die zu deren Schutz benötigten Truppen zusammenzulegen. Gemeinsame Militäreinheiten unter einheitlicher Führung, die den von Konzernen gesteuerten Zivilregierungen der Koalitionsstaaten unterstellt ist, sowie flexible, modulare und standardisierte Streitkräfte werden eingeführt. Das strategische Abwehrsystem wird auf die gesamte Koalition ausgeweitet.

 

 
Letzte Änderung: 26.12.2007 | Drucken

 
 
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